Zentrum Paul Klee
Bern
05/09/14—11/01/15
Antony Gormley.
Expansion Field
Do 17.01.2013

Medienmitteilung Ausstellungseröffnung Vom Japonismus zu Zen. Paul Klee und der Ferne Osten 19/01—12/05/2013

Paul Klee ist in Japan so präsent wie kaum ein anderer westlicher Künstler. Über alle Sparten hinweg – von der Musik bis zum Comic – beschäftigen sich seit Jahrzehnten japanische Künstlerinnen und Künstler mit dem Schaffen von Klee. Sein reduzierter Stil aber auch die «fernöstliche Stimmung» seiner Werke faszinieren in Japan ein breites Publikum. Erstmals präsentiert das Zentrum Paul Klee mit der Ausstellung Vom Japonismus zu Zen. Paul Klee und der Ferne Osten den vielseitige Einfluss von Paul Klee auf die japanische Kunst und Kultur bis zu unserer Gegenwart. Klee selbst liess sich aber auf ebenso vielfältige Weise von der fernöstlichen Kunst inspirieren. Japonismus war zu seiner Zeit en vogue. Klee war aber nicht nur von der fernöstlichen Motivik und Ornamentik, sondern auch von der Tuschtechnik, der Kalligraphie und einer zen-buddhistischen Haltung fasziniert. Die Ausstellung des Zentrum Paul Klee thematisiert und vollzieht den interkulturellen Dialog zwischen West und Ost und steigt damit in eine Debatte ein, die derzeit eine enorme Aktualität hat.

Bisher wurde Paul Klees Auseinandersetzung mit fernöstlicher Kunst, die ihn während seines gesamten künstlerischen Schaffens inspirierte, wenig erforscht. In der Ausstellung Vom Japonismus zu Zen. Paul Klee und der Ferne Osten wird zum ersten Mal versucht, die vielfältigen Aspekte von Klees Beschäftigung mit ostasiatischer Kunst darzustellen. Über den Rahmen des engen, ‹klassischen› Japonismus hinaus lässt sich die Bedeutung der Tuschmalerei und der Kalligrafie hin zum Zen-Buddhismus für Klees Schaffen nachvollziehen.
Klee folgt damit französischen Künstlern der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, etwa Künstlern des Impressionismus oder der Gruppe Nabis, die von japanischer Kunst stark beeinflusst wurden. Rund zwanzig Jahre später erreicht der ‹klassische› Japonismus Deutschland und wurde auch hier über Ausstellungen und Publikationen einem breiten Publikum bekannt und in Künstlerkreisen diskutiert.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Klee-Rezeption im heutigen Japan. Schon in den 1910er Jahren wurde Klees Schaffen in Japan wahrgenommen. Seither haben sich neben bildenden Künstlern ebenso Musiker, Dichter, Comiczeichner und Architekten mit Klee und seinem Werk auseinandergesetzt.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Osamu Okuda und Marie Kakinuma.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum für Ostasiatische Kunst Köln, wo die Ausstellung von September 2014 bis Januar 2015 zu sehen sein wird.

Die Eröffnung ist öffentlich und findet am FR | 18. Januar 2013 | 18:00 im Zentrum Paul Klee statt. Der Eintritt ist frei.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Maria-Teresa Cano, Leiterin Kommunikation und Kunstvermittlung

Tel +41 (0)31 359 01 01