Zentrum Paul Klee
Bern
05/09/14—11/01/15
Antony Gormley.
Expansion Field
Fr 20.09.2013

Medienmitteilung der Erziehungsdirektion Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee

Zwei Museen unter einem Dach

Das Kunstmuseum Bern und das Zentrum Paul Klee werden bis spätestens Anfang 2016 eine gemeinsame strategische Führung erhalten. Die beiden Häuser behalten ihre Eigenständigkeit, werden in Zukunft jedoch deutlich enger zusammenarbeiten. Darauf haben sich die beiden Stiftungsräte unter der Leitung von Erziehungsdirektor Bernhard Pulver und Projektleiter Marcel Brülhart geeinigt.

Regierungsrat Bernhard Pulver, die beiden Präsidenten Christoph Schäublin und Ueli Sinzig sowie Projektleiter Marcel Brülhart zeigten sich an einer Medienkonferenz in Bern am Freitag (20.9.2013) erfreut darüber, dass es gelungen ist, die nötigen Strukturen für eine vertiefte strategische und künstlerische Zusammenarbeit zwischen dem Kunstmuseum Bern und dem Zentrum Paul Klee zu definieren. Die beiden Häuser behalten zwar auch in Zukunft ihre künstlerische Eigenständigkeit und Standorte, werden jedoch unter dem Dach einer gemeinsamen strategischen Führung deutlich enger zusammenarbeiten. In insgesamt vier Verhandlungsrunden unter der Leitung von Bernhard Pulver und Marcel Brülhart haben die beiden Museen eine entsprechende Einigung erzielt.

Gemeinsames Leitbild und einheitliche strategische Leitung
Die Stiftungsräte der beiden Kulturinstitutionen haben sowohl dem Leitbild als auch der Struktur der künftigen Zusammenarbeit zugestimmt.
Fortan programmieren die beiden Häuser zeitlich und thematisch aufeinander abgestimmt. Mindestens im Bereich der Gegenwartskunst führen sie pro Jahr eine gemeinsam konzipierte Ausstellung durch. Die Identitäten der beiden Häuser (mit zwei Direktoren) bleiben erhalten und die Sammlungen dort verortet, wo sie heute sind. Bei Erweiterungen der Sammlungen stimmen sich die Museen in Zukunft gegenseitig ab. Weiter treten Sie auf dem internationalen Ausleihmarkt in Zukunft gemeinsam auf.
Mit der strategischen Führung aus einer Hand, d.h. mit einem für beide Häuser personell identischen Stiftungsrat, werden die Häuser faktisch unter ein gemeinsames Dach gestellt. Rechtlich soll dies in der Form einer neu zu errichtenden Dachstiftung geschehen. Eine weitergehende Fusion wurde zwar diskutiert, wegen dem geringen zusätzlichen Synergiepotential sowie den bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen schliesslich aber verworfen.

Enge Zusammenarbeit auch auf operativer Ebene
Auf der operativen Ebene wird ein Geschäftsleitungsausschuss eingesetzt, dem beide Direktoren und je eine noch zu bestimmende weitere Vertretung der Häuser angehören. Der Ausschuss soll die enge künstlerische Zusammenarbeit garantieren, den gemeinsamen Auftritt auf dem internationalen Leihmarkt koordinieren sowie die Zusammenarbeit bei den Stäben und Abteilungen der beiden Häuser steuern. Trotz der deutlich engeren Zusammenarbeit soll keine neue Dachmarke für die beiden Institutionen eingeführt werden.

Stärkung des Kunstplatzes Bern
Von der engeren Zusammenarbeit versprechen sich die beiden Stiftungsräte eine Stärkung des Kunstplatzes Bern. Darüber hinaus wird eine wirkungsvollere Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel möglich.

Umsetzung
Der Umsetzungsprozess wird in den nächsten Monaten gestartet und durch Marcel Brülhart geleitet.
Frühestens per 1. Januar 2015 und spätestens per 1. Januar 2016 soll die neue Zusammenarbeit zusammen mit der strategischen Führungsstruktur fertig ausgestaltet sein und aktiv werden.
Schliesslich steht die zukünftige Zusammenarbeit unter dem Vorbehalt, dass die finanziellen Probleme des Zentrums Paul Klee dauerhaft gelöst werden können. Die entsprechenden Lösungen können im vierten Quartal 2013 vorgestellt werden.