Zentrum Paul Klee
Bern
05/09/14—11/01/15
Antony Gormley.
Expansion Field
Do 22.09.2011

Medienmitteilung Eiapopeia. Das Kind im Klee

Das Zentrum Paul Klee eröffnet seine neue Wechselausstellung Eiapopeia. Das Kind im Klee. Zu 130 Zeichnungen und farbigen Arbeiten aus der Sammlung gesellen sich die poetische Installation Karussell des belgischen Künstlers Carsten Höller sowie Kurzfilme der Gebrüder Lumière.

Mitten im Zentrum Paul Klee (ZPK) steht ein Karussell. Es ist der Blickfang und zugleich die Achse der Ausstellung, in der sich alles um die Kindheit dreht. Eiapopeia. Das Kind im Klee ist die letzte Wechselausstellung zum ZPK-Jahresthema Kind.

Das Kinderkarussell des belgischen Künstlers Carsten Höller dreht sich nicht in berauschendem Tempo, sondernin unendlicher Langsamkeit – rückwärts. Dies mag den Frust, dass man die Installation nicht betreten darf, etwas lindern. Mit mehr Dynamik sind die Filme der Gebrüder Lumière unterwegs. Die Aufnahmen aus derFilmpionierzeit wirken, als wäre die Zeit stehen geblieben. Sie führen vor Augen, wie schnell das friedliche Spiel einer Kindergruppe in eine zügellose Streiterei ausartet und wie unverblümt sich Kinder benehmen – eine zeitlose Tatsache.

Bei aller bewegter Mechanik und den bewegten Bildern liegt natürlich das Werk Paul Klees im Fokus. DieKindheit war eines der Leitmotive von Paul Klee (1879–1940). Seine eigenen Kinderzeichnungen entdeckte er1902 wieder. Beeindruckt von der kindlichen Kritzelei, nahm er sie später in seinen eigenen Werkkatalog auf und betrachtete sie fortan als vollwertige Kunstwerke. Die Ausstellung Eiapopeia. Das Kind im Klee zeigt rund 130 Zeichnungen und farbige Arbeiten aus der Sammlung des ZPK. Wie in den Lumière-Filmen kommen bei Kleenicht nur nette, süsse Kinder vor, sondern auch zornige und aggressive. Sie stellen Täter oder Opfer dar und sindnicht a priori naiv – denn der gute Beobachter Klee wusste, dass Kinder einen auch listig berechnend um denFinger wickeln können. Die Ausstellung über Kinder eignet sich für Kinder und Erwachsene.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Maria-Teresa Cano, Leiterin Kommunikation und Kunstvermittlung
mariateresa.cano@zpk.org
Tel. +41 (0)31 359 01 01