Christian Marclay, video from SCREEN PLAY, co-presented by EYEBEAM and PERFORMA 05 (November 11, 2005) - © Christian Marclay. Courtesy Paula Cooper Gallery, New York
Christian Marclay, video from SCREEN PLAY, co-presented by EYEBEAM and PERFORMA 05 (November 11, 2005)
© Christian Marclay. Courtesy Paula Cooper Gallery, New York
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Musik 14.09.2014 – 14.09.2014

Museumsstrasse & Auditorium Martha Müller

ensemBle baBel CHRISTIAN MARCLAY - GRAPHIC AND VIDEO SCORES

SO | 14. September 2014 | 13:00 & 14:30 & 16:00

Intermediale Veranstaltung im Rahmen der Biennale Bern 2014 «Zwischen Räumen» (11.–20. September 2014)

Christian Marclay, Graphic scores
13:00 Museumsstrasse: Graffiti Composition (1996-2002)
14:30 Museumsstrasse: Shuffle (2007)
Christian Marclay, Video scores
16:00 Auditorium: Screen Play (2005) und The Bell and the Glass (2003)

2011 wurde Christian Marclay (geb. 1955) für seinen 24-stündigen Film The Clock mit dem Goldenen Löwen der Biennale von Venedig ausgezeichnet. Spätestens diese Arbeit machte ihn weltberühmt. Dabei entwickelt Christian Marclay seit Jahrzehnten ein komplexes Werk, in dem er Musik, Performance, Film und bildende Kunst auf einmalige Weise vereint. Sein 150-teiliges Werk Graffiti Composition veranschaulicht die übergreifenden Dimensionen und die Ausweitungen seines Nachdenkens über Klang, Sound, Visualisierung und vor allem Komposition vielleicht am radikalsten: Anlässlich eines Berliner Musikfestivals liess Marclay 5000 leere Notenblätter-Poster in der gesamten Stadt verteilt aufhängen. Die leeren Notenlinien galten als offene Einladungen, Noten oder jede Art Graffiti darauf zu hinterlassen. Ephemer und ohne eine lineare Logik aufzuweisen, entwickelte sich eine kollektive Partitur. Das Projekt wurde von Marclay fotografisch dokumentiert und als Komposition begriffen. Aus einer Auswahl dieser Beiträge wurde eine druckgrafische Edition erstellt, welche für den Künstler den Charakter einer Partitur darstellt und musikalisch interpretiert werden kann. Marclay erzeugt durch visuelle und akustische Verschränkung eine Auseinandersetzung, welche unser Denken aus den Bahnen althergebrachter Kategorien entlässt und unser Verständnis von Klang neu definiert. Anlässlich der Biennale Bern 2014 performt das ensemBle baBel neben Graffiti Composition Marclays Werk Shuffle (eine Partitur in Form eines Kartenspiels) sowie die Video-Partituren Screen Play und The Bell and the Glass.

ensemBle baBel
Antonio Albanese, Gitarre
Jacques Demierre, Tasteninstrumente
Laurent Estoppay, Saxophon
Luc Müller, Percussion/Objekte
Noëlle Reymond, Kontrabass
Charlie Bernath, Tontechniker
Paul Smith, Bildtechniker 

PRODUKTION/ KOPRODUKTION
Zentrum Paul Klee, ensemBle baBel, Studio Christian Marclay

Dauer pro Werk zwischen 30 - 60 Min

Ausstellungseintritt

BIENNALE BERN FESTIVAL FÜR ZEITGENÖSSISCHE KÜNSTE 11.–20. SEPTEMBER 2014 Mehr
Programm August bis Oktober